Der LINKE-Abgeordnete Klaus Ernst hat jetzt die Räume besucht, die das Bundeswirtschaftsministerium den Mitgliedern des Deutschen Bundestages für den Einblick in die Unterlagen zum Transatlantischen Freihandelsabkommen TTIP zur Verfügung gestellt hat. Im Sputnik-Interview berichtet er über seine Eindrücke.

Herr Ernst, wie stark sind die Sicherheitsvorkehrungen im „TTIP-Lesesaal“? Von dort darf nämlich wirklich nichts nach außen dringen…

Ja, man darf kein Handy mitnehmen, man darf keine Abschriften tätigen. Wir hatten die Mitteilung, dass eine Aufsichtsperson, die im Raum ist, jederzeit gucken kann, damit alle diese Vereinbarungen eingehalten werden. Wir haben keine Möglichkeit, diese Dinge mit unseren Mitarbeitern zu besprechen, was dringend notwendig wäre. Denn es handelt sich ja um juristische Fachtexte auf Englisch, die ein normaler, auch englischsprachiger Mensch gar nicht versteht — da braucht man die entsprechenden Fachleute. Also alles, was wir dort erleben, ist dass die geforderte Transparenz nicht hergestellt wird.


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